Klischees vermeiden: Wie man sich für eine gute Idee entscheidet

Im letzten Beitrag habe ich fünf Gründe für den Brand einer Laube in einer Gartenkolonie vorgeschlagen. Einige Ideen waren vielversprechend.

  • Das Feuer war ein Ablenkungsmanöver für ein Verbrechen nahebei.

Das geht zwar, ist aber kompliziert. Warum ein weiteres Verbrechen begehen, bei dem ertappt werden könnte? Warum die Feuerwehr in Gang setzen, wenn man doch eigentlich die Polizei ablenken will? Dafür lassen sich kaum überzeugende Gründe finden. Die Idee wird von mir gestrichen.

  • Das Feuer griff nur zufällig auf die Laube über. Verbrannt wurde etwas ganz anderes, z.B. Beweisstücke.

Schon möglich. Aber die Laube ist wohl nicht aus Schusseligkeit abgebrannt. Es klingt logischer, wenn die Laube WEGEN der Beweisstücke angezündet wurde, Vielleicht wurde ja auch so ein/e Obdachlose/r aus der Gegend vertrieben, da sein/ihr Wissen gefährlich sein kann. Vielversprechend. 

  • Die Laube war ein paar Tage lang ein Versteck, weswegen jetzt Spuren verwischt werden müssen.

Auch nicht überzeugend. Eine unbenutzte Gartenlaube kann als Versteck taugen, aber vermutlich fällt man den anderen Gartenbesitzern auf, wenn man sich da versteckt. Wird noch nicht gestrichen, aber vermutlich bald.

  • Das Feuer hat mit einem Verbrechen zu tun, das vor -zig Jahren stattfand. Ein Opfer, das nach Jahren zurückgekehrt ist, befreit sich symbolisch von einer Seelenlast.

Da tun sich psychologische Abgründe auf. Die Idee wird vorgemerkt, ist aber etwas schwer und düster. 

  • Die Laube musste verschwinden, um das Projekt eines korrupten Baulöwen zu ermöglichen.

Irgendwie ist das zu klischeehaft, Außerdem ist es unwahrscheinlich, dass die Laube wirklich ein so großes Hindernis ist. Gestrichen.

 

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Damit habe ich zwei Ideen, die ich weiterentwickeln möchte. Was fällt dir dazu ein?